Bauprojekte

Land, Bund und Universität investieren gemeinsam in mehrere Bauprojekte. Ihr Ziel: die Position der Universität Hohenheim als Deutschlands Nr. 1 in Agrarwissenschaften weiter auszubauen und die Haltung von Versuchstieren weiter zu verbessern.

Aktuell laufen auf dem Campus 3 Bauprojekte:

Neuer Geflügelstall | Neuer Abferkelstall | Forschungsneubau HoLMiR

Neuer Geflügelstall

Bauziel des neuen Geflügelstalls sind ein großzügiges Platzangebot, Tageslichtanteilen und einer tieroptimalen Beleuchtung.

Die künftige Haltungsumgebung lässt sich flexibel an die Anforderungen der Tiere und Versuche anpassen. Hinzu kommt eine optimale Stallklimaregelung.

Neuer Abferkelstall mit individuellen Bewegungsbuchten

Ebenfalls im Bau: ein neuer Abferkelstall mit Bewegungsbuchten, die den Muttersauen eine ausreichend große freie Bewegungsfläche, den Ferkeln zusätzlich ein temperaturoptimiertes Ferkelnest bieten.

Die computergesteuerte Fütterungsanlage erlaubt, jedem Tier eine individuell zusammengesetzt und portionierte Futterration anzubieten. Das Lüftungssystem mit Wärmetauscher, Kühlmöglichkeiten und gezielter Frischluftführung sichert ein tiergerechtes Stallklima.

Forschungsneubau HoLMiR

Das bundesweit einmalige Forschungszentrum „Hohenheim Center for Livestock Microbiome Research“ (HoLMiR) erforscht v.a. die Wechselwirkungen zwischen Nutztieren und den Abermilliarden Mikroorganismen, die insbesondere den Verdauungstrakt besiedeln.

Dabei handelt es sich um Wechselwirkung, die den Schlüssel für eine Vielzahl von Themen in der Nutztierhaltung darstellen. So haben Mikroorganismen einen bedeutenden Einfluss darauf haben, wie sich Tiere verhalten, wie krankheitsanfällig sie sind, ob sie knappe Futterressourcen gut verwerten können und wie weit sie umweltkritische Stoffe ausscheiden. Dazu gehören zum Beispiel klimarelevante Gase, wie das von Rindern produzierte Methan

Das Forschungszentrum gliedert sich in zwei Module: Ein Laborbau dient z.B. für Genanalysen von Zellproben oder simuliert Körpervorgängen in künstlichen und echten Organen.

Das zweite Modul erlaubt Untersuchungen am kompletten Organismus und kann bis zu 250 Tiere (Rinder, Schafe, Schweine und Geflügel) beherbergen.

Die gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) entschied im Juni 2018, das HoLMiR-Projekt als Zentrum überregionaler Bedeutung nach Art. 91b GG mit insgesamt 47 Mio. Euro für Bau und Großgeräte zu fördern.