Frauen in der Wissenschaft: Gesunde Honigbienen im Fokus [26.08.25]
Die Frage, was Honigbienen gesund und stark macht, treibt Dr. Carolin Rein um. In der Reihe „Frauen in der Wissenschaft“ gibt sie Einblicke in ihren Arbeitsalltag an der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim. Im Visier hat sie vor allem einen der schlimmsten Bienen-Feinde, die Varroamilbe, und die Asiatische Hornisse.
„Insekten sind einfach faszinierende kleine Tiere“, schwärmt Dr. Carolin Rein.
Seit Juni diesen Jahres ist sie für den Bereich Bienengesundheit an der Landesanstalt für Bienenkunde zuständig. Im Fokus ihrer Arbeit dort steht ein etwa ein Millimeter großer Parasit: „Die Varroamilbe ist einer der schlimmsten Feinde der Honigbiene. Je nachdem, wie schlimm der Befall ist, kann sie ein ganzes Honigbienenvolk innerhalb 1-3 Jahre ausrotten.“
Doch auch ein größeres und für die heimische Honigbiene besonders gefährliches Insekt hält die Bienenforscherin derzeit auf Trab: „Seit über einem Jahr gilt mein Forschungsinteresse außerdem der Asiatischen Hornisse: Ich möchte herausfinden, wie wir Bienenvölker vor dieser invasiven Art schützen können.“ Seitdem sie sich der Asiatischen Hornissen widmet, sei auch ihr Telefon öfter in Betrieb als früher: „Bei mir gehen regelmäßig Meldungen aus ganz Baden-Württemberg ein. Manchmal stellt sich dabei aber auch heraus, dass die Leute doch keine Asiatische Hornisse, sondern ein anderes Tier gesichtet haben.“
Ein Faible für die Biologie – und Hohenheim
Schon als Schülerin zählt Biologie zu ihren Lieblingsfächern, erzählt Dr. Rein. „Da lag es nahe, ein Biologie-Studium anzuhängen. Direkt nach dem Abitur hat es mich dann nach Hohenheim verschlagen.“ Vor allem das Masterstudium habe ihr Einblicke in die unterschiedlichen Institute gewährt.
„So habe ich erst herausfinden können, dass mich die Insekten am meisten faszinieren und ich meine Doktorarbeit an der Landesanstalt für Bienenkunde schreiben möchte.“
„Lasst euch nicht unterkriegen!"
Eine Herausforderung, mit der sich Dr. Rein zu Beginn ihrer Karriere konfrontiert sah: „Wir haben häufig auch Kontakt zur Imkerschaft, bei der der Männeranteil sehr hoch ist. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ich mein Können mehr beweisen musste als meine männlichen Kollegen.“
Promotionsinteressierten Studentinnen rät sie: „Lasst euch nicht unterkriegen: Wenn man für ein Thema brennt, lohnt es sich, seine Ziele weiterzuverfolgen!“
Text: Moormann