Radkultur made in Hohenheim  [17.07.26]

Den Campus Schritt für Schritten noch fahrradfreundlicher machen: Daran arbeiten an der Uni Hohenheim viele Rad-Fans gemeinsam. Feedback und Ideen sind dabei ebenso gefragt wie engagierte Unterstützer:innen.


Wenn es um Radkultur geht, sind es manchmal die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Seit einigen Monaten ermöglicht beispielsweise eine neue Rampe die Durchfahrt zwischen TMS und Euroforum ohne lästiges Absteigen oder Ruckeln – und erleichtert zugleich den Zugang zur Mobilitätsstation mit der Fahrradgarage.

Doch auch solche kleinen Verbesserungen können es in sich haben, weiß Paul Weinmann von der Abteilung Fläche und Bau: „Baumaßnahmen kann die Uni nicht einfach selbst beauftragen. Zuständig ist der Landesbetrieb Vermögen und Bau – und dort gibt es eine extrem lange To-do-Liste.“

Manchmal gibt es allerdings doch eine Abkürzung durch den Dschungel der Bürokratie: „Statt einer Dauerlösung aus Teer und Stein haben wir seitens der Uni zunächst eine mobile Rampe installiert. Dafür brauchten wir keine Baugenehmigung“, freut sich Weinmann.

Rampe

Eine neue Fahrradrampe erleichtert den die Durchfahrt zwischen TMS und Euroforum.

Schritt für Schritt zum fahrradfreundlichen Campus

Ganz in diesem Geist versuchen er und sein Team gemeinsam mit dem Green Office, dem Fahrradbeauftragten, dem AK Fahrrad, dem neu gegründet Verein „Hohenheim bewegt“ und dem Campus-Service, auch weitere kleine und größere Verbesserungen für Radfahrer:innen unbürokratisch voranzubringen.

Beispielsweise indem zahlreiche Duschräume in Institutsgebäuden jetzt auch für Radfahrer:innen geöffnet sind – entsprechende Führungen sind künftig regelmäßig geplant – oder durch Schaumstoff-Schutzhüllen an Metallbügeln, die Fahrräder beim Abstellen vor Kratzspuren schützen.

Aktuell beschäftigt ihn vor allem die Frage, ob die Radabstellanlagen auf dem Campus optimal verteilt sind: „Wenn wir erfahren, dass irgendwo auf dem Campus Bügel fehlen, können wir diese von wenig genutzten Standorten umsetzen“, so Weinmann.


Euer Feedback zählt

     

Feedback dazu und zu weiteren Verbesserungen verspricht er sich unter anderem von einer neuen Fahrradanhänger-Aktion: Fahrräder, die nicht auf einem regulären Stellplatz stehen, erhalten ab sofort eine angehängte Postkarte mit einer Feedback-Möglichkeit und weiteren Infos.

Im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens soll der Anhänger idealerweise nicht weggeworfen, sondern an ein anderes Fahrrad weitergegeben oder ins Green Office zurückgebracht werden. 

„Wer die Rückmelde-Postkarte bei uns im Green Office abgibt, kann auch hier gerne direkt Ideen, Wünsche oder Probleme rund ums Thema Fahrrad melden. Als kleines Dankeschön gibt es einen praktischen Fahrrad-Schlüsselanhänger und was Süßes“, verrät Leiterin Hannah Seyfang.

Feedback zu Fahrrad-Themen ist außerdem per E-Mail möglich an:

afb3@verwaltung.uni-hohenheim.de 


Aktiv werden


Wer selbst einen Beitrag für eine lebendige Fahrradkultur auf dem Campus leisten möchte, hat dafür vielfältige Möglichkeiten:

  • Das Green Team „Betrieb und Infrastruktur“ vernetzt Beschäftigte und Studierende, um gemeinsam Verbesserungen für einen nachhaltigen Campus voranzubringen – dazu gehört auch das Thema Mobilität.
  • Der Hohenheimer Radskeller hilft mit ehrenamtlichen Schrauber:innen dabei, Fahrräder wieder flott zu kriegen.
  • Der AK Fahrrad macht die Fahrradkultur auf dem Campus mit Aktionen noch sichtbarer (z. B. am Tag der offenen Tür) und unterstützt die Abteilung Fläche und Bau dabei, den Campus fahrradfreundlicher zu gestalten.
  • Der neue gemeinnützige Verein „Hohenheim bewegt“ setzt sich für nachhaltige Mobilität auf dem Campus ein, z.B. durch Beratung beim Kauf eines Dienstrades, Unterstützung des Radskellers u.v.m. (Flyer)

Alle Initiativen sind auf der Suche nach neuen Mitgliedern – und freuen sich über alle, die einfach mal hineinschnuppern möchten.

Text: Leonhardmair


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