Sozioökonomische Auswirkungen von Wasserressourcenmanagement in Nordthailand

Status
abgeschlossen
Projektbeginn
01.09.1995
Projektende
01.03.1999
Förderkennzeichen
DAAD
Schlagworte
ländliche Entwicklung, Ressourcenmanagement, Sozioökonomie, Thailand, Wassermanagement
Beschreibung

In Nord-Thailand hat der Wasserbedarf in der Vergangenheit ständig zugenommen, und gegenwärtige Tendenzen deuten auf einen weiter steigenden Bedarf, der mit der Verfügbarkeit nicht übereinstimmt. Ursachen sind unbefriedigendes Wassermanagement. Untersuchungen dazu liegend in begrenztem Umfang auf regionaler und nationaler Ebene vor, über die betrieblich-familiäre Ebene ist bislang jedoch wenig publiziert. Die vorliegende Studie untersucht, wie in verschiedenen Wassernutzungssystemen und bei verschiedenen Wasserquellen die Ressource Wasser genutzt und dadurch die betrieblich-familiäre Entwicklung in der Phayao Provinz beeinflußt wird. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu dienen, realitätsnähere Empfehlungen für die zukünftige Entwicklung und das Management der Ressource Wasser sowie für die Implementierung von Wassernutzungsstrategien zu formulieren. In der Untersuchungsregion wurden fünf Systeme nach Unterschieden in der Wasserquelle, dem Wassermanagement und der Wasserkapazität klassifiziert. In diesen Systemen wurden in einer Zufallsstrichprobe 148 Familien zur Befragung ausgewählt und Daten in den Bereichen Betrieb, Haushalt, außerbetriebliche Tätigkeit, Wassermanagement und Präferenzen der Familien erhoben. Methodisch basiert die Analyse auf dem Betriebssystemansatz, in dem das Subsystem Wasser in seiner organisatorischen Behandlung, dem Management und der Wassernutzung, die Leistung der Wassernutzungssysteme sowie die Bereitschaft und Fähigkeit, einen Wasserpreis zu zahlen, analysiert wird. Die Bauern in diesen hochdiversen Wassernutzungssystemen bevorzugen eine durch die Bauern selbst organisierte Wasserverteilung zur Belieferung der Betriebe. Dies eröffnet den staatlichen Einrichtungen die Möglichkeit, ihr Engagement in diesem Bereich auf ein Minimum zu reduzieren.

Beteiligte Personen

Beteiligte Einrichtungen

Publikationen im Rahmen des Projekts