Das Entwicklungspotential von Beduinen- und Ackerwirtschaftssystemen an marginalen Standorten Jordaniens
- Status
- abgeschlossen
- Projektbeginn
- 01.05.1985
- Projektende
- 01.03.1999
- Förderkennzeichen
- Intern. Agrarforschung BMZ/GTZ
- Schlagworte
- Beduinen, Betriebssysteme, Jordanien, Regenfeldbau
Projekt im Rahmen der Dissertation von M. Maurer Die sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen der mobilen und der seßhaften Bevölkerung in den Übergangszonen zwischen Ackerbau und Wandertierhaltung verändern sichzunehmend. Besonders die fortschreitende Übernutzung der Flächen durch Tierhaltung und Ackerbau führt zur Marginalisierung ihrer Lebensräume. Dieses Projekt geht der frage nach, welches die gegenwärtigen sozioökonomischen Merkmale der vorherrschenden Betriebssystem sind und wie sie wirkungsvoll weiterentwickelt werden. Für eine sozioökonomischeAnalyse muß zwischenverschiedenen Klassen von Betriebssystemen der Beduinen und Ackerbauern unterschieden werden. Gemeinsam jedoch ist allen Systemen, daß sich alternativ zur traditionellen Wirtschaftsweise neue Bewirtschaftungsformen wie intensivere Tierhaltungsformen im Ansatz entwickelt haben, und daß die außerlandwirtschaftliche Beschäftigung einen größeren Teil der Familieneinkommen abdeckt. Nach dem gegenwärtigen Stand werden für die weitere sozioökonomische Entwicklung der Familien zunehmend außerlandwirtschaftliche Einkommensmöglichkeiten ausschlaggebend sein. Intensivere Tierhaltung in stationärenSystemen und in einigen Regionen Dauerkulturen mit Bewässerung zeigen sich als alternative Entwicklungsmöglichkeiten. Fehlende Investionsmittel sind eine mögliche Ursache für deren geringe Ausbreitung.