Von der Verdunstung, über die Luftfeuchtigkeit bis hin zur Bildung von Wolken und Niederschlägen: Der Wetter- und Klimaforscher Prof. Dr. Volker Wulfmeyer arbeitet an einem Modell, das den gesamten Wasserkreislauf mit all seinen Wechselwirkungen und Rückkopplungen darstellen soll. Dabei simuliert er auch extreme Ereignisse wie lang anhaltende Dürreperioden und sintflutartige Regenfälle mit einer neuartigen Auflösung von bis zu 100 m und mit einer Überdeckung, die den gesamten Breitenkreisgürtel um die Erde umfasst.
Es ist zu erwarten, dass solche Ereignisse durch den Klimawandel häufiger auftreten. Deswegen werden diese Simulationen an Modelle aus der Landwirtschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gekoppelt, um die Wirkungen zu quantifizieren und die Schäden möglichst gering zu halten.
Für Prozessstudien und die Verifikation der neuen Generation von Wettervorhersage- und Klimamodellen entwickelte das Institut für Physik und Meteorologie zwei weltweit einzigartige, 3-dimensional abtastende Laserfernerkundungssysteme. Das Institut für Physik und Meteorologie ist mit seinen neuartigen Klima- und Wettersimulationen in internationale Arbeitsgruppen der Weltklima- und Weltwetterforschungsprogramme eingebunden und bringt damit eine Expertise an die Universität Hohenheim, die ansonsten fast nur bei Großforschungseinrichtungen zu finden ist.
Kontakt:
Prof. Dr. Volker Wulfmeyer, Institut für Physik und Meteorologie, 0711 459 22150, E-Mail