Reich an fruchtigen Aromen für den rapide wachsenden Craft-Bier-Markt und resistent gegen neue Schädlinge bei gleichzeitig hohem Ertrag trotz Klimawandel – das sind die Ansprüche an moderne Hopfensorten. Somit besteht akuter Bedarf, die seit Jahrtausenden genutzte Hopfenpflanze weiter zu züchten.
Forscher der Universität Hohenheim nutzen dazu die neusten Technologien und Methoden der Inhaltsstoffanalyse, Sequenzierung, Biostatistik und Bioinformatik: Sie wollen Ertrag, Qualität und Resistenz des Hopfens schon in der Keimphase bestimmen, um so früh wie möglich die aussichtsreichsten Pflanzen für die Entwicklung neuer Sorten auszusortieren. Dazu arbeiten Dr. Michael Hagemann (Fachgebiet für Sonderkulturen), Prof. Dr. Hans-Peter Piepho (Fachgebiet Biostatistik) und Prof. Dr. Gerd Weber (em.) von der Universität Hohenheim zusammen mit weiteren Partnern an der Entschlüsselung der Gensequenzen zur Erarbeitung einer genetische Karte. Die Entschlüsselung soll als Grundlage für die Etablierung einer Präzisionszüchtung für Hopfen gelten.
Kontakt:
Dr. Michael Helmut Hagemann, Fachgebiet Ertragsphysiologie der Sonderkulturen, 0711 459 22352, E-Mail
Prof. Dr. Hans-Peter Piepho, Fachgebiet Biostatistik, 0711 459 22386, E-Mail
Prof. Dr. Gerd Weber (em.), Institut für Pflanzenzüchtung, Saatgutforschung und Populationsgenetik, 0711 459 23503, E-Mail