Hitzerekord:
Universität Hohenheim misst heißesten Tag seit rund 150 Jahren [29.06.26]
Längste Messreihe Württembergs belegt: So heiß war es seit Generationen nicht auf den Fildern / Universität Hohenheim sammelt Messdaten seit 1878
Am Rand des Stuttgarter Talkessels liegen die Temperaturen stets unter denen in der Stadtmitte. Doch dafür befindet sich hier die älteste Klimastation Württembergs, betrieben von den Erdsystemwissenschaften der Universität Hohenheim. Vergangenen Samstag wurde hier erstmals der Rekord von 37,4 Grad Celsius gemessen. Ein Alarmsignal für den Klimatologen Prof. Dr. Volker Wulfmeyer.
„Unsere Messreihe reicht zurück bis ins Jahr 1878 und ist eine der längsten Zeitreihen in Deutschland“, berichtet der Physiker und Erdsystemwissenschaftler der Universität Hohenheim. „Innerhalb dieser fast 150 Jahre stellt der 27. Juni 2026 einen neuen Rekord dar.“
Gleichzeitig befürchtet Prof. Dr. Wulfmeyer, dass es bis zum nächsten Rekord gar nicht so lange dauern wird. „Unsere Messungen bestätigen, was wir in der Klimaforschung vorhergesagt haben: Die Extremwetter nehmen zu und werden intensiver, die sogenannten Jahrhundertsommer werden immer heißer und folgen immer dichter aufeinander.“
Wetter- und Klimamodelle sind das Spezialgebiet von Prof. Dr. Wulfmeyer. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Wechselwirkungen zwischen Landoberfläche und Atmosphäre. Dazu gehört die Entwicklung neuer Laser-Messgeräte für hochpräzise Messungen, die Analyse der physikalischen Prozesse zwischen Boden, Vegetation und Atmosphäre und die kontinuierliche Verbesserung von Wetter- und Klimamodellen, um Extremereignisse hochauflösend und präzise prognostizieren zu können.
Text: Klebs
Kontakt für Medien:
Prof. Dr. Volker Wulfmeyer, Universität Hohenheim, Institut für Physik und Meteorologie,
+49 711 459 22150, volker.wulfmeyer@uni-hohenheim.de


