Personalie

Hans H. Ruthenberg-Graduierten-Förderpreis für Elizabeth Gill  [02.10.26]

Forschung für die Ernährungssicherheit in Südamerika: In ihrer Abschlussarbeit im Masterstudiengang „Crop Sciences“ entwickelte Elizabeth Gill ein Vorhersagemodell, mit dem sich leistungsstarke und für den Anbau in den Anden geeignete Kartoffelpflanzen erkennen lassen. Ihr Forschungsprojekt, das sie unter der Betreuung von Apl.-Prof. Dr. Bettina Haußmann vom Fachgebiet Pflanzenzüchtung der Universität Hohenheim umsetzte, findet bereits Anwendung in der Praxis: Das Internationale Kartoffelzentrum (CIP) mit Sitz in Peru hat Gills Ergebnisse nun in seine Züchtungsprogramme integriert. Für ihre praxisnahe Abschlussarbeit verlieh die Stiftung Fiat Panis Elizabeth Gill am 16. September 2026 den Hans H. Ruthenberg-Graduierten-Förderpreis. Ihre Auszeichnung ist mit 2.500 Euro Preisgeld dotiert.

Dr. Andrea Fadani (Stiftung fiat panis), Preisträgerin Elizabeth Gill, Prof. Dr. Gudrun Keding (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Prof. Dr. Johanna Jacobi (ETH Zürich) bei der Preisverleihung in Göttingen (Bild: Stiftung Fiat Panis)


Für ihre Forschung kombinierte die Studentin die Methode des Sparse Testing mit der sogenannten genomischen Vorhersage – einem modernen Verfahren, mit dem sich anhand genetischer Daten unter anderem die Krankheitsresistenz und die Robustheit von Pflanzen vorhersagen lassen. Ihr Vorhersagemodell entwickelte sie auf Basis umfangreicher Daten des Internationalen Kartoffelzentrums (CIP). Prof. Dr. Hans-Peter Piepho, Leiter des Fachgebiets Biostatistik der Universität Hohenheim, sowie Dr. Moctar Kante vom Internationalen Kartoffelzentrum (CIP) unterstützten die Umsetzung des Forschungsprojekts als Co-Betreuer.

Die Stiftung Fiat Panis lobte die Praxisrelevanz der Masterarbeit: „Diese herausragende Arbeit veranschaulicht das Potenzial der modernen Genomik für eine nachhaltige Landwirtschaft und verdient höchste Anerkennung.“

Neben Elizabeth Gill, die für ihre Arbeit mit dem Titel „Genomic Prediction Models for Accelerated Potato Breeding in the Andean Highlands“ geehrt wurde, zeichnete die Stiftung zwei weitere Preisträgerinnen mit dem Förderpreis aus: Marie Haas von der Justus-Liebig-Universität Gießen und Letizia Zuliani von der ETH Zürich. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Tropentags in Göttingen statt.

Der Hans Hartwig Ruthenberg-Graduierten-Förderpreis wird bereits seit 1999 für herausragende Diplom- oder Masterarbeiten auf dem Gebiet der Ernährungssicherung verliehen. Er ist mit insgesamt 7.500 Euro dotiert und kann in der Regel nur auf höchstens drei Preisträger:innen aufgeteilt werden. 

Text: Stiftung fiat panis / Moormann

Veröffentlichung von Personalia
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