Alumni-Steckbrief: Ariana Alva Ferrari  [02.08.23]

Foto: Universität Hohenheim / Ariana Alva Ferrari

"Meine Empfehlung ist, sich an so vielen Projekten, Veranstaltungen, Forschungsprojekten oder Wettbewerben, welche euren Interessen entsprechen, zu beteiligen. Solche, über das Studium hinausgehende Angebote sind hervorragende Möglichkeiten, motiviert zu bleiben, euer Wissen zu vertiefen, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und auch eure Stärken, Schwächen und wahren Leidenschaften zu entdecken."

Mein Name

Ariana Alva Ferrari

Studienfächer

Master: M.Sc. Bioeconomy

Studienzeit in HohenheimOkt. 2019 – Sept. 2022

 

Heute bin ich:

Ich bin Mitbegründerin der Viva la Faba GmbH.

Mein Tipp für den Start ins Berufsleben:

Ohne zu kitschig klingen zu wollen: Meine Empfehlung ist, sich an so vielen Projekten, Veranstaltungen, Forschungsprojekten oder Wettbewerben, welche euren Interessen entsprechen, zu beteiligen. Solche, über das Studium hinausgehende Angebote sind hervorragende Möglichkeiten, motiviert zu bleiben, euer Wissen zu vertiefen, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und auch eure Stärken, Schwächen und wahren Leidenschaften zu entdecken. Bildet schon früh ein Netzwerk mit Mentor:innen und Berater:innen, die euch auf euerm Weg begleiten können und euch unterstützen!

Diese Fähigkeiten aus meiner Studienzeit haben mir für meinen Berufsweg am meisten genützt:

Die wertvollsten Fähigkeiten, die ich während meines Studiums erworben habe, waren analytische Fähigkeiten zur Bewältigung komplexer Herausforderungen. Auch die Förderung meines inneren unternehmerischen Denkens und das Erlernen von Projektmanagement-Fähigkeiten bereiteten mich bestens auf die Welt der Start-ups vor. Ich habe gelernt, den alltäglichen "Status quo" in Frage zu stellen mich sicher zu fühlen, ein "Disruptor" in meinem Bereich sein zu wollen. Auch die Fähigkeit, nachhaltig denken zu lernen, hat sich für mich als sehr nützlich erwiesen und hilft mir auch jetzt noch, die Auswirkungen unseres Handelns im Auge zu behalten. Mit interdisziplinären und internationalen Teams zusammenzuarbeiten hat meine Fähigkeiten in den Bereichen Kommunikation, Teamarbeit, kritisches Denken und kulturelles Verständnis deutlich verbessert.

Wie hat das Studium in Hohenheim Sie und Ihre Aktivitäten beeinflusst:

Die Inspiration für die Gründung unseres Start-ups wurde während der Pandemie durch einen europaweiten Wirtschaftswettbewerb ausgelöst, der von EIT Food an der Universität Hohenheim organisiert wurde. Ziel des Wettbewerbs war es, die Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen und etwas Leckeres zu kreieren. Wir waren eins von zwei Hohenheimer Teams, die um den ersten Platz kämpften.

Während unserer Recherchen machte mein Team, bestehend aus drei Hohenheimer Kommiliton:innen, eine bemerkenswerte Entdeckung: Milchkäse rangierte ganz oben auf der Liste der CO2-Emittenten, und die bestehenden veganen Alternativen entsprachen nicht den Ansprüchen der Menschen. Als wir nach 10 Monaten mit unserem Business Case und unserem Käseprototyp den ersten Platz belegten, war das ein ganz besonderes Gefühl - eine Chance, die Normen der Käseindustrie in Frage zu stellen und unser einzigartiges Produkt auf den Markt zu bringen.

Unsere Reise geht heute über das Anbieten eines nachhaltigen pflanzlichen Käses durch unser Unternehmen Viva la Faba GmbH hinaus. Wir widmen uns der Förderung der Geschlechtervielfalt in der Lebensmittelbranche und schaffen ein werteorientiertes Start-up. Wir setzen auf Zusammenarbeit, Co-Creation, Empowerment und kontinuierliches Lernen und wollen die Art und Weise, wie Unternehmen agieren, verändern.

Mein berufliches Netzwerk war bzw. ist wichtig, um:

Mein berufliches Netzwerk ist wichtig, weil es meine Fortschritte sieht, mich anfeuert und meine Ziele unterstützt. Außerdem ist mein Netzwerk unentbehrlich, weil es mir ermöglicht, mich von anderen inspirieren zu lassen, neue Möglichkeiten zu entdecken und verschiedene Talente und Fähigkeiten für gemeinsames Wachstum und Erfolg zu nutzen. Der Aufbau starker Verbindungen zu Gleichgesinnten ist der Schlüssel zur persönlichen und beruflichen Entwicklung.

Meine nächsten beruflichen Ziele:

Meine nächsten beruflichen Ziele sind, mein Unternehmen Viva la Faba, zu fördern und wachsen zu sehen, auch um die Botschaft zu verbreiten, dass es sich lohnt, mutige Risiken für unseren Planeten einzugehen. Ich möchte Viva la Faba zu einem Unternehmen ausbauen, welches die Menschen nicht nur mit leckeren Käseprodukten erfreut, sondern auch eine entscheidende Rolle bei der Ernährungsumstellung auf pflanzliche Eiweiß spielt, indem es Menschen einen Mehrwert bietet und so zu einer nachhaltigeren Zukunft beiträgt.

Daran denke ich gerne zurück, wenn ich mich an mein Studium in Hohenheim erinnere:

2019 kam ich von Peru nach Deutschland und hätte mir nie vorstellen können, dass ich einmal Gründerin eines Unternehmens für pflanzlichen Käse werde. Mein Traum war es, Bioökonomie zu studieren und mir die Fähigkeiten anzueignen, um eine regenerative Wirtschaft zu fördern. Aber ein Masterstudium während der Pandemie an der Universität Hohenheim stellte mich vor einzigartige Herausforderungen, von der Unsicherheit bis hin zu Online-Kursen usw. Aber es hat auch tiefe Bindungen zu meine Kommiliton:innen geknüpft und Türen für persönliches Wachstum und dauerhafte Freundschaften geöffnet. Ich bin dankbar für jede Gelegenheit, für meine großartigen Lehrer:innen und Mentor:innen -  unter anderem Prof. Bernd Ebersberger, Dr. Kristina Bogner, Prof. Andreas Pyka und Dr. Myriam Loeffler, die mich inspiriert haben, mehr zu erreichen! Und natürlich bin ich auch sehr dankbar für meine wahren Freundschaften aus dem Studium.

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